Tour de Ruhr vom 29. Juni 2026 bis zum 02. Juli 2026

Vier erlebnisreiche Tage im Ruhrgebiet

Am Montag ging es für 38 aufgeregte LandFrauen früh morgens mit dem Bus Richtung Ruhrpott. In Everswinkel (Münsterland) wurde im Hof-Café „Zum Eichenhof“ ausgiebig gefrühstückt. Alle Frauen waren begeistert von dem Frühstück, den frischen Eiern und dem großartigen Ambiente. Weiter ging es dann in Richtung Ruhrgebiet.

Am Reiseziel Essen angekommen haben wir dann die Zeche Zollverein besichtigt. Die Gästeführerin hat uns eine Stunde durch die Zeche geführt und uns alles erklärt und gezeigt. Den Arbeitern, die unter den verstaubten, heißen und verdreckten Bedingungen gearbeitet haben, gebührt unserer aller Respekt.

Am frühen Abend bezogen wir dann unser Hotel in der Innenstadt von Bochum. Das Hotel lag gegenüber vom Bahnhof und dem ZOB. Trotzdem war es sehr ruhig und man hat keinerlei Verkehrsgeräusche gehört. Im Gegenteil: überall in der Innenstadt wuchsen Bäume, alles war mit schönen Blumen bepflanzt und es gab viele Möglichkeiten, etwas zu trinken und zu essen und dabei dem Treiben in der Stadt zuzusehen.

Am Dienstag fand der Deutsche LandFrauentag 2026 unter dem Motto „gestalten.begeistern.bewegen.GEMEINSAM“ in der Grugahalle in Essen statt.

5.000 LandFrauen aus ganz Deutschland wurden dort vom Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens Hendrik Wüst, der Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes Petra Bentkämper und dem Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer, begrüßt. Nach einem unterhaltsamen Programm mit einem Mitmachkonzert „Rudelsingen Team Rauterberg“ wurde zum Schluss die Auszeichnung „Goldene Biene“ an Frau Ina Jahnsen vergeben. Ina wurde im Frühjahr als Präsidentin des LandFrauenverbandes Weser-Ems verabschiedet und hat sehr verdient diese Auszeichnung erhalten.

Am Mittwoch fuhren wir durch den Ruhrpott und staunten, wie grün und bepflanzt die Landschaft ist. Nach einem Stopp am größten See im Ruhrgebiet, dem Baldeneysee mit Stauwerk, ging die Fahrt zur Villa Hügel weiter.

Wir hatten die Möglichkeit, den Hügelpark und das ganze Anwesen zu erkunden. Unter dem Motto „Frauenpower“ führte uns eine Gästeführerin durch die Villa Hügel, in der vier Generationen der Familie Krupp von 1873 bis 1945 lebten. Während der 1,5 Stunden-Führung konnten wir auch Bereiche begehen, die anderen Gästen versperrt ist (u.a. das Kaiserbad). Dann ging es weiter durch den Ruhrpott. Zum Abschluss der Tour haben wir die Burg Kemnade und ein Bauernmuseum besichtigt. Am Abend waren 11 Landfrauen spontan im Musical „Starlight-Express“ und haben die Show sehr genossen.

Am Donnerstag stand die Rückreise auf dem Programm. Der Busfahrer und seine Ehefrau hatten noch eine kleine Überraschung für uns ausgearbeitet. Es ging auf die ehemalige Zeche Ewald mit der Haldenlandschaft „Halde Hoheward“. Wo früher Kohle gefördert wurde, wird heute grüne Landschaft und imposante Ausblicke im Landschaftspark Hoheward gefördert.

Wir hatten die Möglichkeit, Europas größte Haldenlandschaft des Steinkohlen-Bergbaus zu besichtigen. Wir bekamen eine Zufahrtsgenehmigung und konnten auf den Berg (die ehemalige Halde) fahren. Dort hatten wir vom Horizont-Observatorium (dem höchsten Punkt der Halde) einen Blick über den Ruhrpott. Man konnte sogar das Schalke-Stadion in Gelsenkirchen sehen. 

Auf dem Weg in Richtung Friesland führte unser letzter Stopp uns ins Gartencenter Ooesterik in den Niederlanden. Dort wurde fleißig eingekauft und der Bus mit Pflanzen und Gartendeko gefüllt. Danach ging es dann nach Hause, wo wir alle glücklich und zufrieden angekommen sind.

Der nächste Deutsche LandFrauentag findet am 18. Juli 2028 in Heidelberg statt. Wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein.