Frauen und Landwirtschaft

Interessengemeinschaft  “Frauen in der Landwirtschaft“

Wir sind Frauen aus der Region Friesland- Wilhelmshaven.
Frauen, die mit der Landwirtschaft eng verbunden sind. Frauen, die  auf einem landwirtschaftlichen Hof wohnen bzw. wohnten, arbeiten oder sich einfach für Landwirtschaft interessieren. Neben aktuellen landwirtschaftlichen Themen werden auch fachspezifische Fahrten unternommen. Das Themenspektrum reicht von  “A“ wie Altersabsicherung in der Landwirtschaft bis “Z“ wie Zukunftsperspektiven in der Landwirtschaft.
Wir treffen uns 4 Mal im Jahr. Willkommen sind alle Frauen, die einen Austausch mit Gleichgesinnten suchen. Wir bieten den Frauen ein Forum für gute Gespräche.
Seien Sie dabei!


Landlust-Regional!

Bei strahlendem Sonnenwetter ging es für 28 Frauen der Interessengemeinschaft „Frauen und Landwirtschaft“ – eine Projektgruppe des KreislandFrauenverbandes Friesland-Wilhelmshaven – in die Friesische Wehde. Das Motto der Fahrt lautet: “Landlust-Regional“. Landwirtschaftliche Erzeugerbetriebe aus der näheren Umgebung waren das Ziel. Mit dem Oldtimerbus aus dem Jahre 1951 wurde der Milchhof Meinen (Grabstede), die Kürbisstube Langediers (Neuenburg) und das urige Land-Cafe der Familie Weiner-Neumann (Astederfeld) angesteuert.

Neben der Historie der Betriebe wurden den LandFrauen auch viele Informationen über die Erzeugung und Vermarktung der erzeugten Produkte gegeben.Anhand von vielen leckeren Kostproben, angefangen von der Kürbissuppe, dem selbsthergestellten Quarkaufstrich bis zum leckeren Bauernhofeis schmeckten die Frauen das „Besondere der Region“. Landlust pur – so ganz nach dem Geschmack der LandFrauen.


Notfallmanagement – Rechtzeitig und richtig!

Ein Notfall kann jeden treffen: Unfälle kann keiner ausschließen, aber Vorsorge kann in Notsituationen vieles leichter machen.

Tipps zu Erstellung eines solchen Notfallordners gab an zwei Seminartagen der Sozioökonom Hajo Rothe von der Bezirksstelle Oldenburg-Nord der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Damit bei plötzlichem Ausfall des landwirtschaftlichen Betriebsleiters durch Krankheit, Unfall und Tod das Unternehmen ohne größere Probleme fortgeführt werden kann, sollte ein Notfallordner angelegt werden. Darin sollten alle wichtigen Anweisungen und Informationen enthalten sein, die Angehörige oder andere Vertrauenspersonen in die Lage versetzen, sofort die Vertretung des Betriebsleiters zu übernehmen und damit den Betriebsablauf sicherzustellen. Eine übersichtliche Gliederung ermöglicht einem Betriebsfremden in einer Notsituation wichtige Informationen gebündelt zu erfahren. Dazu gehören Informationen zu Adressen, Ansprechpartner, Fristen und Termine, Übersichten mit Verträgen, aber auch persönliche Unterlagen wie etwa einen Hinweis auf den Aufbewahrungsort des Testamentes. „Jeder Betrieb ist individuell und bedarf eine kurze und verständliche Skizzierung der Betriebsabläufe“, so Rothe.

Eine regelmäßige Aktualisierung des Notfallordners ist unerlässlich, zumal sich Familiensituationen ändern oder Produktionszweige und –techniken verändern.

„Mit der Erstellung des Notfallordners ist man nicht nur für den Notfall gewappnet, sondern man hinterfragt auch betriebliche Abläufe und Inhalte“, so eine Seminarteilnehmerin.


Die grünen Höfe!

Ideen zur Hofbegrünung – attraktiv und pflegeleicht.
Anke Kreis, Gartenexpertin der Bezirksstelle Oldenburg – Süd der Landwirtschaftskammer Niedersachsen veranschaulichte an vielen Beispielen, wie man das Hofgelände in Szene setzen kann.
Der Hof ist die Visitenkarte des Betriebes. Das Hofgelände hat sich durch neue Gebäude verändert. Plötzlich ist eine neue Hofansicht entstanden. „Fotografien des Hofgeländes aus den verschiedensten Perspektiven sind dabei sehr hilfreich“, so Frau Kreis. Grundsätzlich sollte eine Begrünung schlicht, zweckmäßig und pflegeleicht sein. Auch die betrieblichen Abläufe dürfen nicht behindert werden. Bäume, Gehölze, Sträucher und Stauden müssen standortgerecht gewählt werden. Hierbei sollte man stets den Charakter und die Größe der Gebäude mit einbeziehen.

 

Wo würde ein Baum Gebäude und Landschaft verbinden? Ist eine lange Mauer optisch zu gliedern? Ist es sinnvoll Hausumfeld und Wirtschaftsgebäude voneinander abzugrenzen? Große Bäume geben großen Gebäuden Halt, können kleine oder einstöckige Gebäude aber auch optisch erschlagen. Eine Baumgruppe kann von einem Silo oder ein überdimensionales Gebäude ablenken. Blühende Hofecken, bepflanzte Ställe und Wirtschaftsgebäude tragen nicht nur fürs eigene Wohlbefinden bei, sondern bieten auch der heimischen Tierwelt einen großen Lebensraum. Gerade Wildgehölzhecken sind nicht nur ein optimaler Wind- und Sichtschutz, es ist ein Paradies für Igel, Bienen und Co. Für eine dichte Schutzbepflanzung eignen sich zum Beispiel die Wildrosen, der Holunder oder die Felsenbirne. Für unschöne Fassaden empfiehlt Frau Kreis Kletterpflanzen, die nicht selbsthaftend sind. Diese werden mit Hilfe eines Rankgerüstes oder Drähten gezogen und sind jederzeit wieder abnehmbar.

„Inspiriert und voller Tatendrang steht der bevorstehenden Hofbegrünung nichts mehr im Wege“, so die LandFrauen


Betriebsleiter /-in verstirbt – was nun?
Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder andere unerwartete Schicksalsschläge können jedem widerfahren. Egal ob er 18 oder 80 Jahre ist. Wenn dann nicht alle persönlichen Dinge geregelt sind, kann es schnell zu Folgen kommen, die vom Betroffenen so nicht gewollt waren.
Wie dieses verhindert werden kann, davon berichtete der Geschäftsführer der Kreislandvolkverbände Friesland und Wesermarsch Manfred Ostendorf vor rund 30 interessierten Zuhörerinnen im „Hof von Oldenburg“ in Jever.
Ostendorf ging zunähst einmal auf das Thema Vollmachten und Betreuung für den Fall der Handlungsunfähigkeit durch Krankheit, Pflege und Unfall ein. Er sprach dabei sowohl den privaten wie auch den betrieblichen Bereich an und ließ auch das Thema Pflegekosten und -versicherung nicht aus. „Klare Regelungen sichern die Betriebsentwicklung, das Familienvermögen und damit das Einkommen“, so Ostendorf. Gerade in den landwirtschaftlichen Betrieben sind ein Testament und eine schriftliche Regelung der Hofübergabe von großer Bedeutung. Vielfach herrscht in landwirtschaftlichen Familien ein blindes Urvertrauen in die Höfeordnung. Diese schützt den Hof als wirtschaftliche Einheit zur Existenzsicherung im Falle des Todes. Eine Hofübergabe ist keine Angelegenheit, die man mittels 0815-Mustervertrag nebenbei im stillen Kämmerlein erledigen kann. Sie erfordert eine gründliche Planung im Kreise aller Beteiligten, d.h. Übergeber, Übernehmer sowie weichende Erben und Familienangehörige. „Ein sensibles Thema“, so eine Zuhörerin. Kommunikation innerhalb der Familien ist das A und O. Jeder sollte wissen woran er ist! „Müsste ich mal machen…“ kann plötzlich zu spät sein. Manfred Ostendorf betonte am Ende nochmal: „Individuelle Verträge schaffen Vertrauen“. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis für das Fortführen des Betriebes und ein gutes Miteinander.


LandFrauen besuchten drei landwirtschaftliche Betriebe!

Das Ziel der Tagesfahrt der Interessengemeinschaft „Frauen in der Landwirtschaft“ des KreislandFrauenverbandes Friesland-Wilhelmshaven und der Kreis „Aktiver Bäuerinnen“ aus der Wesermarsch war kürzlich der Rinderzuchtbetrieb der Familie Derboven (Landkreis Nienburg/Weser), der Wasserbüffelhof von Frau Dr.vet. Mia Fiedler (Landkreis Nienburg/Weser) und die Inscheder Bauernhof-Eisdiehle von Kristina Clausen (Landkreis Verden).
Alle Betriebe hatten ihren besonderen Charme und boten den Frauen eine Vielzahl von Informationen. Angefangen von der Hofchronik bis hin zur Vermarktung der eigenen Produkte. Eine abschließende Verkostung der angebotenen Produkte ein „Muss“.

Eine Tagesfahrt so ganz nach dem „Geschmack“ der landwirtschaftlich interessierten Frauen!


4. Fachtagung für Frauen in der Landwirtschaft
17. Oktober 2017 in Cloppenburg, Beginn 10.00 Uhr


“Wege aus der Arbeitsfalle“
Anfang des Jahres haben sich aktive Bäuerinnen aus dem KreislandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven zu einer Interessengemeinschaft “Frauen in der Landwirtschaft“ zusammengeschlossen. Diese Untergruppierung des Kreisverbandes soll “den“ Frauen Raum bieten, die sich für landwirtschaftliche Themen interessieren.
Die erste Vortragsveranstaltung zum Thema “Wege aus der Arbeitsfalle“ fand großen Zuspruch.  30 interessierte Frauen waren der Einladung in den Hof von Oldenburg in Jever gefolgt. Arnold Krämer, Bezirksstellenleiter der Landwirtschaftskammer  Niedersachsen/ Meppen gab den Zuhörerinnen Einblicke in die unterschiedlichsten Betriebsstrukturen. Kein Unternehmen gleicht dem anderen. „Unternehmen sind selbstgebastelte Abenteuerspielplätze“, so Krämer. Anhand des Management Regelkreises  machte Krämer deutlich, das am Anfang immer die Ist-Situation steht. Erst danach folgt die präzise Zielsetzung, Planung und ggf. Umsetzung. Wichtig  sei es die eigenen Potenziale zu erkennen und zu nutzen.  Auch das Nein-Sagen will gelernt sein. „Setzen Sie Prioritäten, die dadurch gewonnene Zeit ist enorm“, so Krämer. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle arbeitswirtschaftlichen Probleme in der Landwirtschaft  lösbar sind.  Voraussetzung ist diszipliniert und konsequent  Management-Aufgaben zu erledigen.


 

Anke Eden-Jürgens
Telefonnummer: 04461/6419
E-Mailadresse:
juergens.foerriesdorf@t-online.de

Heike Langediers
Telefonnummer: 04452/8588
E-Mailadresse: heike.langediers@ewetel.net

Heike Haschenburger
Telefonnummer: 04464/266
E-Mailadresse: haschenburger@ewetel.net

Anja Melchers
Telefonnummer: 04461/71353
E-Mailadresse: bernd.melchers@ewetel.net