Erntekrone und LandFrauen
Die traditionelle Übergabe der Erntekrone an den Landrat fand in diesem Jahr am 17.09. statt. Zum letzten Mal wurde Sie durch das Landvolk an den Landrat Sven Ambrosy übergeben.
Auch in diesem Jahr wurden wir ebenfalls eingeladen und freuen, dass wir an diesem wichtigen Treffen zwischen Landrat, den Landvolkverbänden, dem künftigen Landrat und auch den Behörden teilnehmen konnten. Die Gesprächsrunde nach der Übergabe der Erntekrone bietet die Möglichkeit sich auszutauschen und aktuelle Themen zu platzieren.
Begrüßende Worte sprach Sven Ambrosy. Lars Kaper trug im Anschluss seinen Erntebericht vor und berichtet von den Schwerpunkten, die die Landwirtschaft im letzten Jahr bewegt haben. Dazu gehörten u.a. Vogelschutzgebiete, Moore, Bearbeitungszeiten von Bauanträgen, Netzausbau, Trassenkonzept, Süßwassermanagement, uvm.
Wir konnten im Rahmen der Fragerunde ebenfalls unsere aktuellen Belange anbringen. So haben wir den geplanten Bau der neuen Zentralklinik, die aktuelle Situation in der Frauenklinik Varel, die Lage in den Arztpraxen auf Grund GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetztes ansprechen können. In den Frauenarztpraxen werden zum Teil keine Patientinnen mehr aufgenommen und andere Praxen bieten keine kassenärztlichen Leistungen mehr an. Die letzten Monate gab es viel auf und ab um die Frauenklinik in Varel. Wir sind besorgt um die gesundheitliche Versorgung.
Die Herabsetzung der Mammographie-Altersgrenze auf 45 Jahre ist auf den ersten Blick ein Erfolg. Jedoch werden durch die Anpassungen für diese Untersuchungen keine finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Auf dem Gesundheitssystem ist enormer Druck. Dabei ist eine vernünftige medizinische Versorgung vom Kind bis zum Rentner flächendeckend wichtig.
Anfang des Monats fand ein runder Tisch zum Thema „dem Blackout trotzen-Resilienzräume verstetigen“ statt. Vertreter aus Verwaltung, Politik, Pflege und verschiedenen Vereinen sind zusammengekommen, um sich über Folgen und Maßnahmen auszutauschen. Landvolk und LandFrauen waren ebenfalls angesprochen. Unsere Bitte war, dass dieses Format auch künftig beibehalten werden soll, um weiter im Austausch zu bleiben. Im Katastrophenfall müssen alle an einem Strang ziehen und die Kommunikation muss stimmen. Herr Neuhaus und auch der zuständige Mitarbeiter stimmen der Notwendigkeit auch künftig im Austausch zu bleiben zu.
In dem Zuge haben wir auch auf die Veranstaltung des Pflegestützpunktes hingewiesen. Die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung und auch der künftigen älteren Mitmenschen verändern sich – gerade auf dem Land muss noch mehr aufeinander geachtet werden. Ambrosy betonte das jeder von uns gefragt ist. Z.B. können mobilere Personen einem Mitmenschen beim Einkauf unterstützen. Oder auch bei vielen andere Dinge die im Alltag schwerfallen. Wir müssen aufeinander achten. Welche Wohnformen in Frage kommen wird schon jetzt vom Landkreis durch Wohnberater unterstützt. Das generationenübergreifende Wohnen oder auch das Wohnen in Alten-WG’s wird künftig ein Thema.
Lars Kaper brachte noch das UN-Jahresmotto „Frauen in der Landwirtschaft“ zum Sprechen und fand deutliche Worte, um die Wichtigkeit beider Geschlechter bei den Arbeiten auf dem Hof (und allem was dazugehört), herauszustellen.